Wie viel Bürokratie ist notwendig?

Bürokratie

Gibt es zuviel Bürokratie in der Schweiz und wie wird diese Frage von den vielen Unternehmen und Geschäftsführern aktuell bewertet?

Die administrativen Belastungen haben in den letzten Jahren immer mehr zugenommen, so die Ergebnisse einer Befragung von Unternehmern in der Schweiz. Dabei hatte sich auch gezeigt, dass je nach Regulierungsbehörde  Unterschiede zu erkennen waren in der bürokratischen Ausrichtung. Die Bereiche Lebensmittelhygiene und Baubranche hatten dabei die höchsten Belastungen und waren damit am stärksten belastet.

Auch in der Berufsbildung und bei der Rechnungslegung der Mehrwertsteuer wurde ein erhöhter bürokratischer Aufwand gemessen. Die befragten Unternehmer gaben an unter der Bürokratie in diesen Bereichen besonders viel Aufwand in der Firma abzuarbeiten hätten.

Bei Großunternehmen ist der Aufwand höher als bei den KMU

In der Rechnungslegung und der Revision gibt es große Unterschiede zwischen den großen und den kleineren Unternehmen in der Schweiz in Bezug auf den bürokratischen Aufwand, der zu erledigen ist. Über 80 Prozent der Unternehmer der Großunternehmen beurteilten die Belastung als recht hoch, während bei den kleinen Firmen nur 50 Prozent über die Bürokratie klagten. Ein durchschnittlicher Aufwand hier bei den KMU bei 6 Stunden angesetzt und bei den Großunternehmen bei über 60 Stunden angegeben. In der Betrachtung der Entwicklung in den letzten Jahren zeigte sich vor allem, dass der bürokratische Aufwand bei den Großunternehmen zugenommen hatte und bei den KMU eher im gleichen Rahmen geblieben war.

Aktueller Stand und Entwicklung

Die Umfrageteilnehmer hatten in der aktuellen Umfrage angegeben, dass der Aufwand an Bürokratie eher zugenommen hatte und von einer Abnahme gerade in der Schweiz nicht die Rede war. Im Bereich der Umweltvorschriften und in der Berufsbildung waren vergleichsweise starke Zunahmen zu verzeichnen, was mit neuen Regelungen in der Politik zu erklären war. Die Unternehmer wünschten sich mehr vereinfachte Regelungen im bürokratischen Aufwand für ihre Unternehmen und plädierten für eine Vereinfachung und Vereinheitlichung auf Kantonebene, Bundesebene und auf Ebene der Europäischen Union.

Dazu müssten die Gouverneure in der EU-Verwaltung die Angebote verbessern und einen einheitlichen Steuersatz bei der Mehrwertsteuer beschließen. Dies war ein weiterer erklärter Wunsch der Unternehmer in der Schweiz.

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